Die Wechseljahre - Segen oder Fluch, Chance oder notweniges Übel?

 

Beim Gedanken an die Wechseljahre fallen den meisten Frauen Worte wie Hitzewallungen, Gewichtszunahme ein. Manche denken auch an Schlafstörungen, sexuelle Unlust, (endlich) keine Kinder mehr bekommen und „jetzt ist das Alter nicht mehr zu verbergen“. 

 

Die Ursache all dieser Veränderungen sehen viele in den Verschiebungen des Hormonspiegels. Doch ist das alles? Ist da noch mehr?

 

 

Nun zuerst die Tatsache: Unsere hormonelle Lage verändert sich rund um das 50. Lebensjahr sehr stark. Anfänglich vor allem Progesteron und später auch Östrogen sinken, die von Geburt an angelegten Eizellen sind aufgebraucht. Durch die hormonelle Veränderung kann die Monatsblutung  stärker, intensiver, länger, aber auch kürzer, leichter, seltener werden. Schließlich bleibt sie gänzlich aus.

 

Liegt die letzte Monatsblutung ein volles Jahr zurück, spricht man von Menopause. Die Zeit der Fruchtbarkeit, die Zeit der möglichen Schwangerschaft ist vorbei. Letztlich feststellen sollte das bitte unbedingt eine Gynäkologin oder ein Gynäkologe. Gerade bei abgeschlossenem Kinderwunsch wäre eine späte Schwangerschaft, so gar nicht gewünscht.

 

Die Wechseljahre werden als die Zeit rund um die Menopause, also die letzte Monatsblutung, beschrieben. Etwa 7 Jahre davor und bis 7 Jahre danach dauert dieser hormonelle Umstellungsprozess.

 

Diese Zeit bringt körperliche, seelische und meist auch soziale Veränderungen mit sich.

 

Etwa ein Drittel aller Frauen spürt keinerlei unangenehme Symptome. Sie sind sozusagen über Nacht in den Wechsel gekommen und stellen irgendwann fest, dass nun schon lange keine Blutung mehr stattgefunden hat.

 

Rund ein weiteres Drittel der 40-jährigen bis 60-jährigen Frauen spüren Veränderungen, welche sie als lästig oder unangenehm einstufen. Lediglich knapp 30% aller Frauen in den Wechseljahren haben so starke Beschwerden, dass sie Hilfe in der Apotheke oder bei Frauenärztinnen suchen.

 

Beschwerden, welche auf hormonelle Veränderungen zurückgeführt werden können, können auch in diesem Zusammenhang gelindert werden. Gynäkologen verschreiben zum Beispiel bioidente Hormone, welche synthetisch der chemischen Formel der Yamswurzel nachgebaut werden.

 

Phytoöstrogene, sie werden auch Isoflavinoide genannt, sind pflanzliche Wirkstoffe, welche im Rotklee und in der Sojabohne vorkommen. Eine weitere pflanzliche Wirkstoffgruppe sind die Lignane, welche sich in Leinsamen wieder finden. Diese östrogenähnlich wirkenden Pflanzenstoffe werden in Tees und Kapselform angeboten, können aber auch über die Ernährung aufgenommen werden. Der genaue Wirkstoffgehalt ist freilich in einzeln Sojabohnen oder auch Leinsamen nicht genau zu beziffern, viele Frauen verspüren aber dennoch Linderung.

 

Auch andere Wirkstoffe aus der Apotheke der Natur können hilfreich sein:

 

Frauenmantel, Schafgarbe, Salbei, Hirtentäschel, Hopfen, oder auch Johanniskraut sind Frauenheilkräuter. 

 

Welche Unterstützung aus dem Bereich der Heilkräuter, Nahrungsergänzungsmittel oder Medikamente auch immer gewählt werden, bitte unbedingt vorher Rat in der Apotheke oder beim Arzt einholen. 

 

Neben den Heilkräutern gibt es noch so manch andere Möglichkeit den Veränderungen positiv zu begegnen.

 

Bei Hitzewallungen haben sich Wechselgüsse der Arme im Sinne von Pfarrer Kneipp bewährt. Auch der oft erwähnte Zwiebellook schafft Erleichterung, wenn sich Hitze und Frösteln abwechseln. Manchen Frauen hilft es den Kaffee oder Alkoholgenuss einzuschränken und wenig scharf zu essen. Ausgleichssport – täglich einmal aus der Puste kommen und schwitzen – kann Wunder wirken, es bringt mehr Ausgeglichenheit und ein wohligeres Körpergefühl.

 

Sind starke oder schmerzhaft Blutungen belastend, tut oft Wärme zB ein angewärmtes Dinkelkissen gut. Manchen Frauen hilft auch hier Bewegung – alle Beckenbewegungen, zB beim Tanzen, oder auf einem Gymnastikball können entspannen. Auch die Ernährung, vor allem mit grünem Gemüse und Nüssen zu erweitern, kann - natürlich nicht von heute auf morgen, aber über längere Zeit - unterstützen. So werden Spurenelemente, wie zB Magnesium vermehrt dem Körper zur Verfügung gestellt. Sich selbst Ruhe zu gönnen, kann in den Menstruationstagen Linderung bringen.

 

Auch Stimmungsschwankungen und verstärkte Berührbarkeit werden von Frauen beobachtet. Hier ist der erste Schritt, sich selbst eine gute Freundin zu sein. Sich selbst gedanklich in den Arm nehmen, ein Tagebuch als Briefkorrespondenz mit mir selbst, kann hier helfen. Gerade kräftigende, ja sogar fordernde Bewegung, am besten nicht alleine ist hier ein guter Ausgleich und gibt nicht nur körperliche Kraft, sondern kräftigt auch die Psyche. Wenn möglich täglich frische Luft tanken und viele Sonnenstrahlen einfangen, erhöht unseren Serotoninhaushalt. Nicht um sonst wird Serotonin auch Glückshormon genannt. Rhythmus und Rituale geben Halt und Orientierung.

 

Eine weitere belastende Veränderung kann die Schlafqualität sein. Manche Frauen können nicht einschlafen, andere liegen in der Nacht längere Zeit wach. Gedanken kreisen, Sorgen halten vom Schlafen ab, aber auch Hitzewallungen oder Regelschmerzen können die Schlafqualität mindern. Unser Körper braucht Schlaf, doch die Qualität des Schlafes ist sehr unterschiedlich. Mit Einschlafritualen, weniger Fernseh- oder Handykonsum vor dem Zubettgehen, passendem Raumklima unterstützen wir unsere Schlafqualität. Sorgen können gedanklich in Schubladen gelegt werden und dort bis zum nächsten Tag warten. Entspannungsmethoden, wie die Muskelentspannung nach Jakobson können helfen, sich auf die Ruhezeit einzustimmen. 

 

So manche körperliche Veränderung hat zwar eine hormonelle Komponente, diese ist aber nicht der alleinige Auslöser.

 

Der Blog-Beitrag im März wendet sich den emotionalen und sozialen Veränderungen rund um die Zeit der Wechseljahre zu.

 

Vielleicht wollt ihr noch mehr zu den Wechseljahren erfahren, euch selbst mehr kennen lernen, dann bucht doch ein Seminar bei uns.

 

Seminare 2019

 

 

Ø  Raus aus dem Tabu - Wechseljahre erfahren und genießen!

        16. – 17. März 2019, Seminarzeit 9 – 17 Uhr, 

     Praxis „hier und jetzt“, Bergstraße 22/2, 5020 Salzburg  

 

 

Ø  Raus aus dem Tabu – Wechseljahre erfahren und genießen! 

 

             6. – 7. April 2019, Seminarzeit 9 – 17 Uhr,

    Praxis für Kinesiologie, Jochbergengasse 42, 1210 Wien 

 

 

Ø  Frauentankstelle 

 

             11. – 12. Mai 2019, Seminarzeit 9 – 17 Uhr, 

    Praxis „hier und jetzt“, Bergstraße 22/2, 5020 Salzburg 

 

 

Ø  Frauentankstelle

 

     8. - 9. Juni (neuer Termin), Seminarzeit 9 – 17 Uhr,

 

     Praxis für Kinesiologie, Jochbergengasse 42, 1210 Wien 

 

 

 

Wir freuen uns euch kennen zu lernen,

 

die